Kadetten - Freischaren - Hono-lulu!

Freischaren 2012 - Meitlisonntagsumzug Fahrwangen / Meisterschwanden

 

Der Meitlisonntagsbrauch von Fahrwangen und Meisterschwanden feierte 2012 das 300-Jahr-Jubiläum. Das Lenzburger Freischarenmanöver bereicherte am Sonntag, 15. Januar 2012, den grossen Festumzug mit der berittenen Generalität, Tambouren und einem Fussvolk-Zug. Vor dem Umzug liessen sich die Lenzburger Freischaren und die ihnen zugewandten Orte von Oberst im Generalstab Christian Bäder über den Villmergerkrieg informieren. Der ausgewiesene Kenner der Materie schilderte vor Ort in und um Villmergen das Schlachtgeschehen von 1712 im Gelände.  - Am Manöver 2012 hielt die Meitlisonntag-Vereinigung Gegenrecht: Sie nahm mit einer Delegation am Manöver teil.

Impressionen vom Meitlisonntag-Auftritt der Lenzburger Freischaren (15.1.2012)

 

Freischaren 2011 - Modenschau

 

Jahrzehntelang bezogen die Lenzburger Freischaren ihre Kostüme bei der Hch. Baumgartner AG in Luzern. Nach dem Manöver 2010 teilte der Besitzer mit, dass das Geschäft eingestellt wird. Der Ausschuss der Freischaren-Commission lancierte ein Projekt "Kostümbeschaffung"; als externe Beraterin konnte die Fachfrau Sabina Stöckli, heutige Gwandmeisterin des Freischaren-Corps, gewonnen werden. Geschäftsführer und Inhaber Heinz Baumgartner unterbreitete den Freischaren eine faire Offerte für die Übernahme der Kostüme; gleichwohl konnte die notwendige Investition nicht alleine aus der ewig klammen Freischaren-Cassa finanziert werden. Deshalb leitete der Ausschuss der Freischaren-Commission eine spezielle Spendenaktion in die Wege. Dank grosszügiger Unterstützung durch den Kanton Aargau (Swisslos Fonds), die Stadt Lenzburg (Ortsbürgergemeinde), die (meisten) Gemeinden der Region Lenzburg sowie zahlreicher privater Gönner und Spender konnte der notwendige Betrag schliesslich aufgebracht werden. Die Lenzburger Freischaren bedankten sich mit einer grossen Modenschau für diese eindrückliche Solidarität. Am Dienstag, 4. Juli 2011, wurden auf einem Laufsteg auf dem Freischarenplatz die neu erworbenen Kostüme gezeigt. Das äusserst zahlreiche Publikum freute sich sehr über die lockeren Präsentationen.

Impressionen von der Freischaren-Modenschau (4.7.2011)

Präsentation von André Brunner, Ehrenfreischar, zur (Kostüm-)Geschichte der Freischaren

Freischaren 2010 - Umzug Eidgenössisches Schützenfest

 

In der traditionsreichen Schützenstadt Aarau (Gründungsort des Eidg. Schützenverbandes 1824; "Fähnlein der sieben Aufrechten", Gottfried Keller, Eidg. Schützenfest 1849)  fand im Juli 2010 das Eidgenössische Schützenfest statt. Das Lenzburger Freischarenwesen präsentierte sich am Festumzug am Sonntag, 4. Juli, mit einer über 100 Köpfe starken Delegation (Berittene Generalität, Freischarenmusik, Tambouren, pferdegezogene Artillerie, Freischaren-Fussvolk-Zug, Kadettenzug). Die Strassen waren von zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern gesäumt, die dem Lenzburger Brauchtum viel Beifall zollten. Wie immer bei solchen speziellen (Fest-)Anlässen, kamen auch die Freischaren selber auf die Rechnung: Rund um den Umzugsauftritt wurde fröhlich gefestet und gefeiert.

Impressionen vom Freischaren-Auftritt am Festumzug des Eidgenössischen Schützenfestes in Aarau (4.7.2010)

Freischaren 2007 - Einweihung Freischarenplatz

 

Lange, sehr lange mussten die mehr traditions- als im Manövergefecht ruhmreichen Freischaren warten, bis sie in Lenzburg den ihrer Bedeutung gebührenden Platz erhielten: Am Dienstag, 10. Juli 2007 war es endlich so weit. Mit grossem Brimborium nahmen die manövermässig auf- und ausgerüsteten Freischaren die grosse, schwarze Fläche vor dem KV-Schulhaus in Beschlag. Dass die Freischaren schliesslich doch noch ihren Freischarenplatz erhielten, war unter anderem der Hartnäckigkeit von General Ursus del Polstero (alias Urs F. Meier) zu verdanken, der das Thema bei der Stadtobrigkeit immer wieder aufs Tapet brachte. Fussgeneral Martino del Monte Bolle (alias Martin Steinmann) enthüllte zusammen mit Stadtammann Hans Huber die Bronzeplatte, welche die Platztaufe und -übernahme besiegelte. Die Freischaren sind nun sicher richtig am Platz, versammeln sie sich doch seit Jahrzehnten immer wieder vor dem KV-Schulhaus, um frohgemut gegen die Kadetten ins Manövergefecht zu ziehen. Der neue Freischarenplatz wurde nicht nur gebührend eingeweiht, sondern - wie es sich für die Freischaren auch gehört - gebührend eingeschwemmt.

Impressionen von der Einweihung des Freischarenplatzes (10.7.2007)

Freischaren 2006 - Zürcher Sechseläuten

 

Grosse Ehre für das Lenzburger Freischarenmanöver: 2006 war der Aargau Gastkanton am Zürcher Sechseläuten. Dabei erging auch an die Freischaren die Einladung, an der Limmat ihr Brauchtum zu präsentieren. Die freudige Zusage führte am Montag, 24. April 2006, zu einem glanzvollen Auftritt auf einer ganz grossen Bühne:  Entlang von Bahnhofstrasse, Paradeplatz, Limmatquai und Bellevue erschallten fröhliche "Hono-lulu!"-Rufe. Das farbenfrohe Spektakel (berittene Generalität, pferdegezogene Artillerie, Fussvolk-Zug, Kadettenzug, Tambouren und Freischarenmusik) wurde vom zahlreichen Publikum mit grossem Applaus bedacht. - Einzig das Geklöpfe bei der "Bögg"-Verbrennung kam den Lenzburger Freischaren und Kadetten etwas lau vor: Sind sie doch eine ganz andere Geräuschkulisse gewohnt...

Impressionen vom Freischaren-Auftritt am Zürcher Sechseläuten (24.4.2006)

Freischaren 2005 - Einweihung Kadettenbrunnen

 

Das Lenzburger Kadettenwesen feierte 2005 das 200-Jahr-Jubiläum. Damit waren die Freischaren herausgefordert, für ihre ewigen Manöver-Widersacher ein passendes Präsent zu finden. Diverse (hinter)listige Ideen, den Kadetten ein die Manövergefechtskraft schwächendes Danaergeschenk zu übergeben, wurden schlussendlich fallen gelassen. Denn die Kadetten von heute, sind ja bekanntlich die Freischaren von morgen... - So entschied sich der Ausschuss der Freischaren-Commission dazu, auf der Schützenmatte einen Kadettenbrunnen aufzustellen. Dank der Grosszügigkeit vieler Spender und Gönner konnte ein wunderbarer Muschelkalk-Brunnentrog mit passendem Stock gefunden werden. Rolf Furter (Kadettenhauptmann 1945) spendete zusammen mit seiner Gattin Margrit einen Bronze-Kadettenhut als Brunnenschmuck. Der Kadettenbrunnen wurde am Dienstag, 5. Juli 2005, mit einer fröhlichen Feier eingeweiht. Seither leistet er auf der Schützenmatte gute Dienste: Für durstige Spaziergänger, Jogger, Velofahrer, Wanderer und - natürlich alle zwei Jahre - für durstige Kadetten.

Impressionen von der Einweihung des Kadettenbrunnens (5.7.2005)